13.10.2020 Esther Reinwand

Arbeitssicherheitstag in Calmbach fand breite Zustimmung

Der Präventionstag informierte über neue arbeitsschutzrelevante Herausforderungen im Zuge langer Trockenheitsperioden und Hitzewellen

Calmbach/Ostfildern 13. Oktober 2020. Mit aktuell über 3.5 Millionen Festmetern geschädigter Bäume in Baden-Württemberg steht die Forstwirtschaft vor enormen wirtschaftlichen und auch arbeitsschutzrelevanten Herausforderungen.

Am 18. September 2020 fand deshalb am Forstlichen Stützpunkt Calmbach im Nordschwarzwald für Waldbesitzer und Forstunternehmer ein Präventionstag zur Arbeitssicherheit bei der Waldarbeit statt.  Die Veranstaltung wurde unter der Schirmherrschaft des Vorstands von Forst Baden-Württemberg AöR und gemeinsam zwischen Forstkammer, der Landesforstverwaltung, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Gartenbau und Forsten, der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und dem Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. organisiert. Beteiligt waren zudem die Firmen Bareither & Raisch Funktechnik, Forstreich GmbH, Forstservice Guido Sprenger sowie das Forstunternehmen Michael Widiner. Auch proHolzBW Clustermanager Uwe André Kohler war vor Ort.

Neben Aspekten der Kommunikation, Technik und live Demonstrationen wie die der Zug- und Bremskraft einer Seilwinde ging es auch um die neuen Rahmenbedingungen aufgrund der Forstreform. Ein weiteres Highlight war das digitale Borkenkäfer-Management: Mit Drohne und App soll der Schädling frühzeitig erkannt werden. „In den klimageschädigten Buchenwäldern ist die Waldarbeit besonders gefährlich, die Unfallzahlen steigen besorgniserregend. Wir brauchen dringend mehr Präventionsangebote“, so Jerg Hilt, Geschäftsführer der Forstkammer Baden-Württemberg. Trockenheit und Schädlingsbefall führen zu anderen Herausforderungen und Gefährdungen beim Fällen und Aufarbeiten der Bäume. Hier sind besondere Vorsicht und sichere Arbeitsverfahren notwendig. Spannend war daher auch die Vorstellung der neuen “MW-ForstApp 2.0”: Die App kann kranke oder umgestürzte Bäume auf einer digitalen Karte markieren und die Informationen können dann Mitarbeitern oder anderen Beteiligten wie Förstern zur Verfügung gestellt werden.

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