20.05.2020 Uwe André Kohler

Beste City-Lage, große Nachfrage - Holzbau macht es möglich!

Auf dem ehemaligen Rampf-Areal in Erbach entstehen 34 Wohn- und sechs Gewerbeeinheiten. Grafik: Herrmann + Bosch

Im Oktober 2020 sollen die ersten Mieter einziehen. Foto: proHolzBW

Die vier Gebäude mit jeweils vier Stockwerken werden im Holz-Rahmen-Bau erstellt. Foto: proHolzBW

Emanuel Maier, Geschäftsführer Gapp Holzbau. Foto: proHolzBW

Heimspiel: Gapp Holzbau hat seinen Sitz im nah gelegenen Öpfingen. Foto: proHolzBW

Schon bald Realität: Die Innenräume des neuen Zentrums in Erbach. Grafik: Herrmann + Bosch

Gapp Holzbau erstellt 34 Wohn- und sechs Gewerbeeinheiten in Erbach

Ostfildern, 20. Mai 2020. Die Donaustadt Erbach nahe Ulm realisiert auf einem 3000 Quadratmeter großen Areal in bester City-Lage das erste große Vorhaben der Innenstadtsanierung – und dabei spielt der Holzbau eine zentrale Rolle! Auf dem ehemaligen Rampf-Gelände an der Erlenbachstraße erstellt Gapp Holzbau vier Gebäude mit 34 Wohn- und sechs Gewerbeeinheiten. Baubeginn war im Mai 2019, Anfang Oktober dieses Jahres sollen die ersten Mieter einziehen.

Rund um das Erbacher Rathaus entsteht die neue Mitte der 14 000 Einwohner zählenden Kleinstadt im Alb-Donau-Kreis. Für Emanuel Maier, Geschäftsführer von Gapp Holzbau im benachbarten Öpfingen, war es eine klare Entscheidung, als Bauträger aktiv zu werden: „Zusammen mit dem renommierten Architekturbüro Herrmann + Bosch aus Stuttgart haben wir 34 Wohnungen von 45 bis 100 Quadratmeter Größe entwickelt. Die vier Gebäude mit jeweils vier Stockwerken werden im Holz-Rahmen-Bau erstellt.“ Der Erfolg gibt dem Holzbauer recht: Alle Wohnungen sind bereits verkauft, die Mieter der Ladengeschäfte und Praxen stehen ebenfalls fest.

Das wirtschaftliche Risiko war für Gapp Holzbau nicht unerheblich, schließlich investiert das mittelständische Unternehmen rund 10 Millionen Euro in das Projekt. In Erbach entstehen KfW-Häuser 40, d.h. dass in diesen Einheiten 60 Prozent weniger Energie verbraucht wird als in vergleichbaren Neubauten nach KfW-100-Standard. Um dieses Energieniveau zu erreichen, sind die Gapp-Häuser u.a. mit einem Holzrahmenwerk mit Holzfaserdämmung, mit Wärmepumpe sowie Lüftungsanlage ausgestattet. Die Wanddicke liegt bei ca. 38,5 Zentimetern.

Bei der Tragwerksplanung arbeitet Gapp seit vielen Jahren mit dem deutschen Büro von Pirmin Jung zusammen. Die Planer mit dem Firmen-Stammsitz in der Schweiz setzen sehr stark auf sogenannte Holz-Beton-Verbunddecken (HBV), die auch in Erbach zum Einsatz kommen. HBV-Decken gelten als statisch robust, verfügen über eine Tragfähigkeit von bis zu 120 Minuten beim Brandschutz und werden baurechtlich als adäquat zu Stahl-Beton-Decken bewertet. Und bieten laut Aussage von Emanuel Maier auch einen guten Schallschutz: „Wir führen bei allen unseren Projekten regelmäßige Trittschallmessungen durch. Was berechnet wird, ist in der Praxis auch tatsächlich belegt.“

Die Zusammenarbeit von Gapp Holzbau mit den Architekten von Herrmann + Bosch trägt weitere Früchte: Das Team hat jüngst den Zuschlag für ein neues Wohnbauprojekt in Wangen im Allgäu erhalten. In der Stadt im Südosten Baden-Württembergs wird im Rahmen der Landesgartenschau 2024 ein grünes Wohnquartier entstehen, das laut Ausschreibung „den Holzbau mit der Natur verzahnen soll und vielfältige Wohnformen und neue Mobilitätskonzepte beinhaltet“.

Weitere Informationen zu Gapp Holzbau, Öpfingen, unter https://www.gappholzbau.de/home/.

Weitere Informationen zum Architekturbüro Herrmann + Bosch, Stuttgart, unter herrmann-bosch.de.