06.03.2020 Uwe André Kohler

"Sie sind die Zukunft des Holzbaus"

Christoph Jost, Geschäftsführer proHolzBW

Prof. Dr. Ulrike Kuhlmann, Universität Stuttgart

80 Teilnehmer bei der achten Auflage des Doktoranden-Kolloquiums Holzbau in Stuttgart

Stephan Schilling, ETH Zürich

Julius Gauß, Universität Stuttgart

21 Fachvorträge an zwei Tagen beim Doktoranden-Kolloquium Holzbau der Universität Stuttgart

Ostfildern, 6. März 2020. Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Bereich des Holzbaus stellen Ihre laufende Arbeit vor und diskutieren mit Vertretern aus Unternehmen und von Hochschulen – dies war auch bei der achten Auflage des Doktoranden-Kolloquiums Holzbau der Universität Stuttgart Leitgedanke und Motto. Das Institut für Konstruktion und Entwurf und proHolz Baden-Württemberg hatten zu diesem Forum für den akademischen Nachwuchs eingeladen. An zwei Tagen standen für 80 Teilnehmer 21 Fachvorträge im Fokus, ein kompaktes Programm mit Präsentationen zahlreicher Entwicklungen und Forschungsthemen des modernen Holzbaus.

Christoph Jost, Geschäftsführer der proHolzBW, betonte bei der Eröffnung des Doktoranden-Kolloquiums das Potential des Holzbaus bei mehrgeschossigen Gebäuden: „Im Wohnungsbau wird mittlerweile jedes dritte Gebäude in Baden-Württemberg in Holz errichtet, bei den Mehrgeschossern haben wir noch deutlich Luft nach oben. Aber gerade die Themen des Kolloquiums werden in diesem Segment Impulse setzen.“ Sein Vortrag mündete in eine klare wie vielversprechende Aussage, gerichtet an die Studenten*ìnnen und Nachwuchs-Wissenschaftler unter den Besuchern: „Sie sind die Zukunft des Holzbaus.“

Ähnlich optimistisch klangen auch die Worte von Prof. Dr. Ulrike Kuhlmann vom gastgebenden Institut für Konstruktion und Entwurf der Universität Stuttgart: „Wir haben einige neue Themen in das Kolloquium aufgenommen und decken damit die ganze Breite des Holzbaus ab.“ Ihr war ein Aspekt der Veranstaltung, die im Zwei-Jahres-Rhythmus im Begegnungszentrum „Eulenhof“ in Stuttgart-Vaihingen stattfindet, besonders wichtig: „Wir möchten, dass Sie bei unserer Veranstaltung Fragen stellen und diskutieren.“

In sieben Themenblöcken wie z.B. „Verbindungen“, „Bausysteme“, „Bauen im Bestand“ oder auch „Schrauben im Holzbau“ wurden unterschiedlichste Forschungsprojekte vorgestellt. Themen mit Tiefgang – so beleuchtete Stephan Schilling, ETH Zürich, zum Auftakt des Kolloquiums die „Modellierung von Holzfachwerken mit Stabdübelverbindungen für Zuverlässigkeitsanalysen“ und Julius Gauß, Universität  Stuttgart, präsentierte in seinem Referat „Untersuchungen zum Verformungsverhalten von Stahl-Holz-Stabdübelverbindungen“. Zwei von insgesamt 21 Fachvorträgen beim diesjährigen Doktoranden-Kolloquium Holzbau der Universität Stuttgart.