11.11.2020 Uwe André Kohler

„Warum Forstleute nicht zuhören und Waldbesucher alles besser wissen“

Bei der Gründung des neuen Landeswaldverbandes: (von links) Ulrich Burr (SDW), Roland Burger (Forstkammer BW), Dr. Odile Bour (LWV), Prof. Dr. Artur Petkau (FVBW), Dietmar Hellmann (LVW), Jörg Kuebart (IG-BAU), Alfred Rupf (VfS) und Minister Peter Hauk. Bild: M.Grüner/LWV)

Neuer Landeswaldverband BW präsentiert sich mit einer Podiumsdiskussion erstmals der Öffentlichkeit   

Ostfildern, 11. November 2020. Der im Oktober gegründete und von Minister Peter Hauk offiziell vorgestellte neue Landeswaldverband Baden-Württemberg (LWV) wird sich im Rahmen einer Auftaktveranstaltung erstmals der Öffentlichkeit vorstellen: Am 30. November 2020 will der LWV mit der Online-Podiumsdiskussion „Warum Forstleute nicht zuhören und Waldbesucher alles besser wissen“ wichtige Impulse für eine nach eigener Aussage „zeitgemäße Kommunikation der Waldakteure“ liefern.

Für Dieter Hellmann, Vorsitzender des LWV, war es ein besonderer Tag, als der neue Verband vor knapp vier Wochen vorgestellt wurde; „Wir haben den Sprung von der AG Wald zum gesetzlich anerkannten Landeswaldverband geschafft. Jetzt gilt es, die gute Arbeit fortzuführen.“ Warum braucht es eine neue Interessensgemeinschaft für die Themen rund um den Wald? Minister Hauk nannte bei der Gründung das zentrale Motiv: „Das Spezifikum des Waldes ist gleichzeitig eindeutig und komplex. Aus diesem Grund braucht es eigene Wald-Lobby, die die nicht staatliche, gesellschaftliche Stimme des Waldes verkörpert. Das hat noch gefehlt in diesem Gesamtkonzert um den Wald.“

Laut Satzung versteht sich der LWV „als Sprachrohr des Waldes und setzt sich für eine aktive Vermittlung zwischen allen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald ein. Leitbild es Verbandes ist ein umfassend nachhaltiger, multifunktionaler und naturnaher Wald. Dabei bekennt sich der LWV zur besonderen Gemeinwohlverpflichtung des Waldes“. Aktuelle Mitglieder des LWV sind der Bund Deutscher Forstleute (BDF), der Forstverein Bade-Württemberg (FVBW), die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) sowie der Verein für forstliche Standsortskunde (VfS).

Seinen Aufgaben kommt der LWV mit hauptamtlicher Unterstützung nach: Seit 1. September hat Dr. Odile Bour die Geschäftsführung übernommen, erstes Ziel ist es, die neue Geschäftsstelle in Stuttgart aufzubauen. Frau Dr. Bour verfolgt dabei klare Ziele: „Jetzt gilt es, unserer Profil zu schärfen und im Kontext der Klimakrise konstruktive Vorschläge für den Wald zu verbreiten.“ Bour kann dabei auf ein breites Netzwerk zurückgreifen, sie war bisher u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag und als Büroleiterin im Europäischen Parlament in Brüssel tätig.

Wer den Landeswaldverband und seine Akteure kennenlernen möchte, hat bei der Auftaktveranstaltung am 30. November die beste Gelegenheit dazu: Laut Ankündigung werden „eine schauspielende Försterin, ein fürstlicher Betriebsleiter, eine politische Kommunikationsexpertin, ein wissenschaftlicher Kabarettist und ein engagierter Forstamtsleiter die Öffentlichkeitsarbeit des Waldes auf Herz und Nieren prüfen“. Dies verspricht in der Tat ein kommunikativer Abend zu werden!

Infos und Anmeldung zur Auftaktveranstaltung unter www.umfrageonline.com/s/eea6c4d.