24.08.2021 Esther Reinwand

„Die Akzeptanz entwickelt sich, wenn der Nutzen klar ist.“

Dipl.-Ing./Dipl.-Jour. Dorit Ohlau

Forschungsprojekt Waldwirtschaft 4.0

BM. Sc. Marie Fuchs

Etwa 63 % der Revierleiter sind digitalen Werkzeugen in der Forstwirtschaft gegenüber offen eingestellt

Uwe André Kohler, Cluster Manager proHolzBW

Neue proHolzBW Veranstaltungsreihe „Digitalisierung in Forst und Holz kompakt”.

Ostfildern, 24. August 2021: Schnittstellenoptimierung, digitale Hiebsplanung, Smart Forestry: Bei der Auftaktveranstaltung der neuen Seminar-Reihe informierten die Referenten Dipl.-Ing./Dipl.-Jour. Dorit Ohlau und BM. Sc. Marie Fuchs, beide von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, über die Vorteile und praktische Umsetzung der Digitalisierung in der Forstwirtschaft.

Digitale Kette vom Baum bis zur Polter
Wie kann eine vollständige Holzbereitstellungskette in der Praxis bereits jetzt mit digitalen Mitteln abgebildet werden? Frau Dipl.-Ing./Dipl.-Jour. Ohlau, Ingenieurin, ehemalige Chefredakteurin der Fachzeitschrift “Forst und Holz” und seit 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, führte die Teilnehmer in das Forschungsprojekt Waldwirtschaft 4.0 – Digitale Wege in die Arbeitswelt ein.
Bei den Prozessabläufen der modernen Forstwirtschaft ist dabei vor allem die gute Koordination und Durchführung der Hiebsplanung sicherzustellen. Dies kann gerade mit digitalen Werkzeugen schon jetzt relativ gut umgesetzt werden. Auf der Basis können viele weiteren Prozessschritte und Schnittstellen optimiert werden, um zum Beispiel Leerfahrten und Abstimmungsprobleme zu vermeiden, oder auch das Unfallrisiko zu senken.

Digitale Hiebsplanung als Startpunkt der Wertschöpfungskette Forst und Holz
BM. Sc. Marie Fuchs, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im oben erwähnten Projekt Waldwirtschaft 4.0 mit den Forschungsschwerpunkten Geoinformation und Naturschutz, stellte die Projektergebnisse vor. Digitale Hiebsplanung ermöglicht die georeferenzierte, und dadurch viel genauere Datenerfassung für Prozessschritte wie Anschätzung, Feststellen der Massengenauigkeit, Erfassung von Rückegassen und vieles mehr. Die Umsetzung wurde durch Videobeispiele anschaulich erklärt.
Vorteile sind gerade im Kalamitätsfall ein besseres Krisenmanagement, um schnell eingreifen zu können. Der Einsatz von Tools zur digitalen Hiebserfassung spart Laufwege und damit Zeit und verbessert die Koordination entlang der gessamten nachfolgenden Holzbereitstellungsprozesse. Etwa 63 % der Revierleiter sind grundsätzlich bereit, mit digitaler Hiebsplanung zu arbeiten. Das ist wichtig und gut, denn die fortschrittlichste Technik bringt keine Verbesserung, wenn sie nicht genutzt wird.

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Waldwirtschaft 4.0 finden Sie hier auf der Projektseite der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg.

proHolzBW bedankt sich bei den Referenten und allen Teilnehmern für dieses spannende Seminar! Wir freuen uns auf die nächste Veranstaltung und laden Sie herzlich ein – seien Sie wieder dabei! Alle Termine und Infos zur Anmeldug finden Sie hier. Bei Interesse an den Vorträgen wenden Sie sich bitte an info@proholzbw.de.

Veranstalter:
proHolz Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogrammes „Klimafreundliches Bauen mit Holz“ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), beauftragt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Förderkennzeichen: 2221KB0002