30.11.2021 Uwe André Kohler

Digitaler Gebäudepass als Basis für geschlossene Kreisläufe.

Dr. Iva Kovacic, Technische Universität Wien

Problemstellung und Lösungen

Uwe André Kohler, Clustermanager proHolzBW

Dr. Iva Kovacic, TU Wien, zu Gast beim zehnten Termin der Veranstaltungsreihe „Digitalisierung in Forst und Holz kompakt“.

Ostfildern, 26. November 2021. Welche Materialien werden in Gebäuden eingesetzt? Wie setzen sich Baurestmassen zusammen? Wie können Baustoffe recycelt werden? Allesamt Fragen, die im Fokus des Vortrages „Digitaler Gebäudepass – Häuser als Rohstoffquelle der Zukunft“ von Dr. Iva Kovavcic standen. Die Bauingenieurin, die seit 2019 an der Technischen Universität Wien im Forschungsbereich Integrale Bauplanung und Industriebau lehrt, formulierte ein klares Ziel: „Der Gebäudepass verlangt eine integrierte und abgestimmte Vorgangsweise.“

Beim zehnten Termin der proHolzBW-Veranstaltungsreihe „Digitalisierung in Forst und Holz kompakt“ beschrieb Kovacic die Ausgangslage für den materiellen Gebäudepass als Voraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Bauwesen: „60 % der globalen Extraktion der Rohstoffe ist auf den Bausektor zurückzuführen, der Verbrauch an Rohstoffen wurde im Zeitraum 1970 bis 2017 verdreifacht.“ Was auch Folgen für die Umweltbelastung hat, nach Aussage der Wiener Professorin „ist der Bausektor für 40 bis 50 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich.“  Beeindruckende Werte, die das Denken und Handeln in geschlossenen Kreisläufen auch im Holzbau notwendig machen.

Was kann ein materieller Gebäudepass (MGP) leisten? Laut Kovacic stellt er „eine Dokumentation über die materielle Zusammensetzung eines Bauwerkes dar, die sowohl eine quantitative wie auch qualitative Auskunft ermöglicht“. Bei den Forschungsprojekten der TU Wien wurde insbesondere die Verknüpfung zum Building Information Modeling untersucht, da BIM „durch den Einsatz von digitalen Werkzeugen und Daten ein großes Potential für die Unterstützung der integralen Planung mitbringt“, so Kovacic in ihrer Einschätzung.

Potential ist das eine, die Umsetzung in die Praxis das andere. Soll heißen: Die Ergebnisse der Forschung haben gezeigt, dass „die Optimierung der Schnittstellen und die Datendurchgängigkeit deutlichen Verbesserungsbedarf hat“. Kovacic weiter: „In Österreich greifen wir z.B. auf die Daten von dataholz.at zurück, in Deutschland arbeiten wir mit dem System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Beide Datenbanken haben eigene Kriterien und unterschiedliche Bewertungen und sind daher an vielen Stellen nicht kompatibel.“

Dies zeigte sich auch bei der vorgestellten Fallstudie eines Wohnblockes, bei der für die zwei Varianten Holz und Beton die Recycling- und Abfallmengen berechnet wurden. Laut Kovavcic mit Vorteilen für den Holzbau: „Holz hat eine signifikant niedrigere Masse, so dass im Gesamtvergleich weniger Abfall- und mehr Recyclingmassen als bei der Betonvariante anfallen.“  

Was ist mit dem materiellen Gebäudepass bereits heute möglich? „In der Planung und für den Neubau können wir mit der Unterstützung durch BIM Aussagen über Abfallvermeidung, Recycling und die Optimierung der Ökobilanz machen. Im Bestand ist dies noch nicht möglich“, so das Fazit von Kovavcic. Was aber an der Zielsetzung des Gebäudepasses nichts ändert: „Auf der Basis des digitalen materiellen Katasters und der Automatisierung durch BIM muss es das Bestreben sein, neue Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.“

Weitere Infos zu den Forschungsprojekten der TU Wien unter BIMaterial: TU Wien: Integrale Bauplanung und Industriebau  

Veranstalter:
proHolz Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogrammes „Klimafreundliches Bauen mit Holz“ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), beauftragt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Förderkennzeichen: 2221KB0002

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