10.09.2021 proHolzBW

Dr.-Ing. Dennis Röver mit dem Preis des Freundeskreises der TU Kaiserslautern ausgezeichnet.

TU Kaiserslautern, Mitgliederversammlung Freundeskreises der TUK und Preisverleihung des Freundeskreises an Absolventen. Foto: Reiner Voß / view / TUK

Spannungsanalyse und Verformungsverhalten verschiedener Anschlussvarianten (Röver, D.)

Forschungsarbeit: Reversible Holz-Bauteilanschlüsse ermöglichen Ressourceneinsparungen durch effizientere Konstruktionen und künftige Wiederverwendung.

Ostfildern/Kaiserslautern, 09. September 2021: Am vergangenen Dienstag nahm proHolzBW-Geschäftsführer Dr.-Ing. Dennis Röver vom Vizepräsidenten der TU Kaiserslautern, Herrn Prof. Dr. Werner R. Thiel, den Preis für seine an der TU Kaiserslautern verfasste Doktorarbeit „Entwicklung neuartiger Knotenverstärkungen von Holztragwerken mit Kunstharzpressholz (KP)“ entgegen. Anwesend bei der Vergabe war auch der Präsident, Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter.

Im Rahmen seiner Forschungstätigkeit beschäftigte sich Dr. Röver mit der Entwicklung hochtragfähiger und reversibler Holz-Bauteilanschlüsse, mit dem Ziel der Ressourceneinsparung durch effizientere Konstruktionen und durch künftige Wiederverwendung, die durch eine zerstörungsfreie Demontage von Bauteilen und Bauteilgruppen ermöglicht wird. Mit dem Preis des Freundeskreises der TU Kaiserslautern werden hervorragende wissenschaftliche Leistungen, des jeweils zurückliegenden Kalenderjahres ausgezeichnet.

Hintergrund
Der Bauressourcenverbrauch ist in den letzten 100 Jahren exponentiell gestiegen. Ca. 40% des globalen CO2-Ausstoßes und mehr als die Hälfte des nationalen Müllaufkommens gehen zwischenzeitlich auf das Konto der Bauindustrie. Methoden zur Ressourceneinsparung sind aktuell wichtiger denn je. Die beiden wesentlichen Stellschrauben zur Ressourceneinsparung sind dabei zum einen die Steigerung der Effizienz (statisch, bauphysikalisch, etc.), zum anderen die Möglichkeit des Wiederverwendens von Bauteilen und ganzer Bauteilgruppen.

Dr. Röver setzte sich im Rahmen seiner Dissertation mit beiden Aspekten gleichermaßen auseinander. Das Ziel der Arbeit liegt sowohl in der Steigerung der Tragfähigkeit des Bauteilanschlusses, in der Vereinfachung der Konstruktionsweise, einer Erleichterung der statischen Nachweisführung sowie in der Realisierung reversibler Bauteilanschlüsse.