17.05.2022 Esther Reinwand

Eine Holzdecke wie in alten Schlössern und modernste Arbeitswelten.

Bauherr Uwe Wulfrath, Geschäftsführer der GWG Tübingen und Joachim Hörrmann, proHolzBW. Foto: proHolzBW

Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, Foto: proHolzBW

Dennis Müller, Architekturbüro von M und Joachim Hörrmann, Foto: proHolzBW

Daniel Schaible, Schaible Holzbau

Der proHolzBW Branchen-Podcast im Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Tübingen sowie dem Bauherren- und Planungsteam der neuen Geschäftsstelle der GWG Tübingen.  
 

Ostfildern/Tübingen, 17. Mai 2022. Am 03. Mai 2022 besuchte proHolzBW das Richtfest der neuen Geschäftsstelle der GWG in der Eisenbahnstrasse in Tübingen. Das Holz-Hybridgebäude nahe des alten Güterbahnhofs beeindruckt mit spannenden konstruktiven Holzbau-Details und einer modernen Arbeitsumgebung für die zukünftigen Mitarbeiter der GWG. proHolzBW konnte vor Ort mit den am Bau Beteiligten sowie dem Bauherrn im weiteren Sinne, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer Interviews führen, die unter www.timber-tracks.de als Podcast nachzuhören sind.

„Grundsätzlich wollen wir, so sagt unser Klimaschutzprogramm, wo immer Holz möglich ist als Baustoff, auch Holz einsetzen.“ (Tübingens OB Boris Palmer)

Ob Hechinger Eck, das 7-geschossige Innovationszentrum Westspitze oder das Feuerwehrhaus in Lustnau, das in der kurzen Zeit von drei Monaten entstand: Tübingen ist Vorreiter in Sachen Holzbau und Klimaschutz: ein Holzbau-Beschluss schreibt vor, dass die Holzbauweise überall da eingesetzt werden muss, wo es sinnvoll und möglich ist. GWG Geschäftsführer Uwe Wulfrath: „Uns war es wichtig, ein Gebäude zu bekommen, das das moderne Arbeiten in Teams ermöglicht […] und auch das Thema Umwelt hat bei der GWG schon lange eine wichtige Stellung.“

„Strukturierte Oberflächen sind robuster.“ (Prof. Dennis Müller, von M)
Die Planung und das Brandschutz-Konzept sowie die besondere Deckenkonstruktion stammen aus der Feder des Architekturbüros von M. Prof. Dennis Müller: „Das Haus hat Vorbildcharakter für das Bauen mit Holz im städtischen Kontext.“ Der Bau in Gebäudeklasse 5 sollte eine überall sichtbare Holzkonstruktion und sichtbare Holzoberflächen aufweisen, so sind zum Beispiel die tragenden Stützen aus BauBuche in den Wänden sichtbar sowie die strukturierte Holzkonstruktion der Decke.

„Die Kommunikation ist sehr wichtig.“ (Daniel Schaible, Schaible Holzbau)
Kommunikation und gute Planung sind überall wichtig, beim Holzbau aber entscheidend für ein erfolgreiches Projekt: schon bei der Vorplanung müssen alle eingebunden werden – der Bauherr, der sich mit Haptik und Optik von Holz als Baumaterial vertraut machen muss, der Architekt, der Anforderungen und Wünsche an die Planung kommunizieren muss oder der Statiker, der eine gute Struktur ins Gebäude bringt. Daniel Schaible: „Auch [das Rohbau-Unternehmen] muss dafür sensibilisiert werden, was beim Holzbau zu beachten ist, wie die Bauabläufe vorangehen und wie der konstruktive Holzschutz [erreicht werden kann].“

proHolzBW bedankt sich bei allen Interviewpartnern. Die Interviews gibt es auf www.timber-tracks.de sowie auf der Musik-Streaming-Plattform Spotify kostenfrei zum Nachhören.