10.03.2026
Brückenschlag zwischen Forschung und Praxis im Holzbau beim Doktorandenkolloquium 2026.
Prof. Dr. Markus Knobloch, Universität Stuttgart
Tim Siemens, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR)
Christian Umbach, Universität Kassel
Lara Bittner, RWTH Universität Aachen
Nachwuchswissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen Forschungsergebnisse vor.
Ostfildern, 10. März 2026. Am 03. und 04. März 2026 fand das 11. Doktorandenkolloquium Holzbau Forschung und Praxis im internationalen Begegnungszentrum IBZ der Universität Stuttgart statt. Die Holzbau-Offensive Baden-Württemberg (HBO) sowie die proHolzBW waren Kooperationspartner der Veranstaltung, welche auch dieses Mal wieder ein breit gefächertes 2-Tages-Programm bot.
In der Eröffnungsrede von Tim Siemens, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) als Vertreter der HBO, wurden die Handlungsfelder sowie die Fördermöglichkeiten des Holz-Innovativ-Programms erläutert sowie auf den kommunalen Ideenaufruf aufmerksam gemacht, welcher derzeit 18 geförderte kommunale Projekte beinhaltet. Als Praxisbeispiel zum Thema „Wiederverwendung tragender Bauteile“ nannte Siemens das Projekt „Stuttgart 210“ der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg.
Die anschließenden 20 Fachvorträge gliederten sich auf in die Bereiche „Holz-Beton-Verbund/Bauphysik“, „Verbindungen“, „Numerische Analyse von Verbindungen“ sowie „Bausysteme und Prüfmethoden“. Im Detail wurden dabei u.a. die experimentelle Untersuchung zur vertikalen Relativverschiebung des Verbundes bei Holz-Beton-Verbunddeckensystemen, der Einfluss von Randeinspannungen auf das Schwingungsverhalten bei Holzdecken sowie die Weiterentwicklung von Spannungsfeldmodellen für Schraubverbindungen in Brettschichtholz vorgestellt.
Tag zwei folgte mit numerischen Analysen über verklebte Knotenverbindungen bei Holz-Fachwertträgern sowie einer Modellierung des Einflusses des Langzeitverhaltens auf die Längszug- und Druckfestigkeit von Altholz. Weitere Themen waren im Rahmen von Kurzvorträgen u.a. die Untersuchungsergebnisse von biegesteif gestoßenen Holzrammpfählen sowie KI-gestützte Zustandsanalysen von Tragelementen im Holzbau.
Die Veranstaltung bot wie gewohnt die Basis für einen konstruktiven Austausch und Netzwerken zwischen erfahrenen Forschenden, Anwendern und jungen Holzbauwissenschaftler*innen in entspannter Atmosphäre.
(Bilder: proHolzBW)

