Aus Freude an der Vielfalt und Kreativität.

Schöpferischen Menschen kommt die hohe Flexibilität von Holz entgegen.

Es ist eine Binsenweisheit: Ist etwas starr vorgegeben, bleibt nicht mehr viel Raum für Interpretationen. Dem originellen Geist hingegen kommt es entgegen, wenn er ein Material vorfindet, das in seiner Vielfalt und in seinen Möglichkeiten unendlich zu sein scheint. So kann er Gestalt geben und formen. Architekten können mit Holz „Baudenkmäler“ setzen, Städte und Gemeinden Wahrzeichen erschaffen und Firmen ihrem Namen ein hohes Maß an Eigenständigkeit verleihen. Gut, dass Holz in Sachen Flexibilität nicht zu überbieten ist.

PS: Das hölzerne Faltwerk in diesem Schauspielhaus ist ein wahres Schauspiel.

Kein Wunder: Das ehemalige Kleine Haus des Stuttgarter Staatstheaters steht inzwischen unter Denkmalschutz. Denn was der Umbau, bei dem Holz eine wesentliche Rolle spielt, bewirkt hat, ist äußerst beeindruckend. Ergebnis ist eine „prismatisch gefaltete, Wände und Decken überspannende Raumschale aus kaffeebrauner Wenge, die nicht nur im maximalen Kontrast zur lichten Außenschale der Wandelgänge steht, sondern den Zuschauer in seine eigene Welt eintauchen lässt“ (so Amber Sayah in der Stuttgarter Zeitung).

Wichtiger Bestandteile dieser akustisch wie optisch ausgefeilten Inszenierung sind die 800 eingelassenen LED-Leuchtstreifen, die dem Raum vor und nach der Aufführung eine ganz spezielle Stimmung verleihen. Im mit jeweils unterschiedlichen Materialien gestalteten unteren und oberen Foyer spielt Eiche als gleichzeitig dominierendes sowie verbindendes Element eine wesentliche Rolle.

Quelle: www.baunetz.de