Kita Asperg
Das Haus für Kinder bildet städtebaulich den räumlichen Abschluss der straßenbegleitenden Bebauung des Wohngebiets und lässt im Innern einen großzügigen Freibereich entstehen, der den begrünten Innenraum erweitert und sich zum bestehenden Lindenbaum orientiert.
Der Baukörper fügt sich in Maßstab, Volumen und Höhe in die kleinteiligere Struktur ein und zeigt sich in Ausdruck und Geste als Haus für Kinder.
Vom Zugangsbereich an der Hohenstaufen-Straße gelangt man in das zentrale Foyer, das mit der über einen Luftraum ins Obergeschoss führenden Treppe Mitte und Herz der Einrichtung bildet. Alle Gruppenraum-Bereiche sind von hier erschlossen.
Dem Foyer angelagert sind im Erdgeschoss die beiden Mehrzweckräume, Mehrzweckraum 1 lässt sich zum Foyer hin öffnen und ermöglicht eine großzügige Aktionsfläche.
Auf einer massiven Bodenplatte wurde ein zweigeschossiger Holzbau errichtet, im Innern und im Äußeren bildet die Konstruktion den Rhythmus und das Material Holz ist sicht- und spürbar.
Konstruktion und Material:
Sockel:
– Untergeschoss und Bodenplatte werden als Massivbau in Stahlbeton ausgeführt
Holzbau:
– auf der massiven Bodenplatte EG wird ein zweigeschossiger Holzbau aufgerichtet
– Brettstapeldecke Holz massiv
– Wände als Brettstapelwände, Stützen aus Brettschichtholz
Wand- und Fassadenaufbau:
– Pfosten-Riegel Konstruktion aus Holz mit Öffnungs- und Paneelflügeln
– 3-fach-Isolierverglasung
– außenliegender Sonnenschutz Markisen
– Geschlossenen Elemente: Holzschalung, Hinterlüftung, Dämmung
Deckenaufbau:
– Bodenbelag Parkett/Linoleum auf schwimmendem Estrich,
Trennlage, Trittschalldämmung
– Holz-Massivdecke als Flachdecke => Speichermasse
– abgehängte Decken, akustisch wirksam mit integrierter Beleuchtung
– Dachflächen extensiv begrünt
Energie Wirtschaftlichkeit Nachhaltigkeit
– der kompakte Baukörper, mit gutem A/V Verhältnis, minimierter Hüllfläche und einem angemessenen Verhältnis von verglasten und geschlossenen Außenwänden, lässt durch seine funktionale Klarheit,
materialgerechte Konstruktion und den Einsatz ressourcen-schonender Bauelemente sowohl in der Herstellung, als auch im späteren Betrieb und im gesamten Lebenszyklus ein wirtschaftliches, energie-effizientes und damit nachhaltiges Gebäude entstehen:
– gute Wärmedämmstandards verbunden mit 3-fach-Verglasungen sichern thermischen Komfort
– Massivholzbauteile liefern Speichermasse für den sommerlichen Wärmeschutz
– Holz als nachwachsender, resourcenschonender Baustoff
– Neubau eines Mini-Blockheizkraftwerks für das gesamtes Areal möglich
– geringer Heizwärmebedarf
– eine kontrollierte Lüftung mit hohem Anteil an Wärmerückgewinnung sorgt für ein gutes Raumklima
– Gründach verringert den Wasserabfluss und wirkt als Klimapuffer
– Option PV – flach geneigte Module – hinter Attika Aufkantung
– außen liegender Sonnenschutz
– grundsätzliche Verwendung von natürlichen Materialien mit hervorragenden baubiologischen Eigenschaften und
geringer Herstellungsenergie
– geringer Primärenergieverbrauch, niedriger Primärenergiefaktor und gute CO2-Bilanz








