Mali Sporthalle Biberach
Der neue Baustein an der Adenauerallee ist präsent an der Straße und Brücke und bildet städtebaulich wichtige Raumkanten aus. Die Erschließungsbereiche sind dem Freiraum zugewandt und wirken einladend zum öffentlichen Raum. Der kompakte Baukörper beinhaltet ablesbar die Nutzungsbereiche Sporthalle mit Nebenräumen, Gymnastikhalle, Zuschauereinrichtungen und Werkräume der Gemeinschaftsschule.
Der Zuschauer betritt das Foyer von außen ebenerdig auf einer leicht erhöhten Ebene mit Übersicht über den Sportraum. Die Halle wird auf 3 Seiten umfangen, eine arena-artige Raumsituation entsteht.
Das Haupttragwerk aus 5 Oberlicht-Laternen mit jeweils einem Zwillingsträgerpaar versorgt den Raum mit gleichmäßigem Tageslicht. Das Erscheinungsbild ist geprägt durch klare Fassadenaufteilungen, die Gestaltung und Anmutung im Äußeren und im Inneren wird bestimmt durch die Materialität Holz, das sichtbare Tragwerk und der Rhythmus der Struktur erzeugen den Charakter des Gebäudes.
Konstruktion und Material:
Sockel:
– Untergeschoss und Bodenplatte werden als Massivbau in Stahlbeton ausgeführt
Holzbau:
– auf dem massiven Untergeschoss wird ein zweigeschossiger Holzbau aufgerichtet
– Halle wird mit einem weitgespannten Holztragwerk überspannt.
– Brettstapeldecke Holz massiv
– Wände als Brettstapelwände, Stützen aus Brettschichtholz
Wand- und Fassadenaufbau:
– Pfosten-Riegel Konstruktion aus Holz-Alu mit Öffnungs- und Einsatzelemente Alu
– 3-fach-Isolierverglasung
– außenliegender Sonnenschutz Markisen
– Geschlossenen Elemente: Holzschalung als Lamellenkonstruktion, Hinterlüftung, Dämmung
Deckenaufbau:
– Sportboden als Flächenelastischer Schwingboden,
Foyer Nebenraumbereiche Estrich Trennlage, Trittschalldämmung
– Holz-Massivdecke als Flachdecke => Speichermasse
– abgehängte Decken, akustisch wirksam mit integrierter Beleuchtung
– Dachflächen extensiv begrünt
Energie Wirtschaftlichkeit Nachhaltigkeit
– der kompakte Baukörper, mit gutem A/V Verhältnis, minimierter Hüllfläche und einem angemessenen Verhältnis von
verglasten und geschlossenen Außenwänden, lässt durch seine funktionale Klarheit, materialgerechte Konstruktion
und den Einsatz ressourcen-schonender Bauelemente sowohl in der Herstellung, als auch im späteren Betrieb und
im gesamten Lebenszyklus ein wirtschaftliches, energie-effizientes und damit nachhaltiges Gebäude entstehen:
– gute Wärmedämmstandards verbunden mit 3-fach-Verglasungen sichern thermischen Komfort
– Massivholzbauteile liefern Speichermasse für den sommerlichen Wärmeschutz
– Holz als nachwachsender, resourcenschonender Baustoff
– Neubau eines Mini-Blockheizkraftwerks für das gesamtes Areal möglich
– geringer Heizwärmebedarf
– eine kontrollierte Lüftung mit hohem Anteil an Wärmerückgewinnung sorgt für ein gutes Raumklima
– Gründach verringert den Wasserabfluss und wirkt als Klimapuffer
– Option PV – flach geneigte Module – hinter Attika Aufkantung
– außen liegender Sonnenschutz
– grundsätzliche Verwendung von natürlichen Materialien mit hervorragenden baubiologischen Eigenschaften und
geringer Herstellungsenergie
– geringer Primärenergieverbrauch, niedriger Primärenergiefaktor und gute CO2-Bilanz
Bauzeit: März 2020 bis April 2022
Anzahl Geschosse: 2
Gesamtbaukosten: 12,8 Millionen
Besonderheiten der Konstruktion: Holzkonstruktion BSP, weitgespannte Fachwerksträger aus BSH








