02.07.2024 Markus Nöth

"Wir müssen die Holz-Ressourcen und Potentiale, die wir haben, auch nutzen".

Alexander Maier, Oberbürgermeister Göppingen

Ludwig Lehner, Gründungsvorstand Technikum Laubholz

Dr. Björn Seintsch, Johann Heinrich von Thünen-Institut

Axel Hink, Forst Baden-Württemberg

Modeschau mit Textilfasern aus Buchenholz

Minister Peter Hauk MdL, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

proHolzBW bei den Laubholztagen 2024 in Göppingen – die Konferenz der grünen Zukunft.

Ostfildern, 2. Juli 2024. Die Laubholztage im Juni 2024 waren zum zweiten Mal ein informatives und inspirierendes Forum zu den aktuellen Trends und Potentialen des Rohstoffs Holz und zugleich Plattform für ein intensives Netzwerken rund um die vorgestellten Innovationskonzepte. Der Fokus der 2-tägigen Veranstaltung des Technikum Laubholz (TLH) lag dieses Mal auf der Laubholznutzung im Bereich Faserstoffe, sowie die vielseitigen Möglichkeiten, die sich entlang der Wertschöpfungskette Holz ergeben.

Bäume als Superhelden – sind der Wald und das (Laub)holz die Schlüsselakteure in der Klimakrise? Dieser Frage ging Dr. Björn Seintsch vom Johann Heinrich von Thünen-Institut ausführlich nach und stellte zunächst fest, das Waldeigentümer zukünftig vor großen Investitionsentscheidungen stehen hinsichtlich den Risiken und Unsicherheiten bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Das Ziel sollte ein klimaangepasster Waldumbau sein mit einer sowohl aktiven als auch passiven Wiederbewaldung von Schadens- und Kalamitätsflächen, sowie die Fokussierung auf Baumarten mit hoher Resilienz.

Axel Hink, Forst Baden-Württemberg, ergänzte in seinem Vortrag zum Thema „Wald – gestresster Hoffnungsträger in der Klimakrise“ die Herausforderungen bei der multifunktionalen Waldwirtschaft, die Modellierung der Baumarteneignung 2.0 sowie die aktuellen Trends im Staatswald Baden-Württemberg. Als Ziele nannte Hink „Waldflächen als produktives Ökosystem erhalten, mit Biodiversität die Widerstandsfähigkeit der Wälder steigern und die Ressourcen-Effizienz weiter verbessern“.

Um die zukünftig zur Verfügung stehenden neuen Laub- und Nadelbaumarten in den Prozessketten zur Herstellung von modernen Holzbauprodukten besser berücksichtigen zu können, bedarf es einer Synchronisation der zukünftigenS Rohstoffverfügbarkeit im Wald. Dr. Stefanie Wieland von Wald und Holz NRW referierte zu dieser These sehr ausführlich am Beispiel der Baumart Birke. Das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft betreibt dazu seit 2020 die sog. „Birkenforschung“ mit einem Wiederbewaldungskonzept, Pflegeempfehlungen sowie waldbaulichen Versuchsflächen mit der Birke.

Nach der Preisverleihung „WALDMACHER 2024“, dem Zukunftspreis des TLH, sprach Markus Pichler von der Lenzing Group in seiner Key Challenge „The world became a complicated place“ über die Herausforderungen für eine nachhaltige Faser- und Textilindustrie.

„Angesichts der drängenden Umweltprobleme muss sich auch die Bekleidungsindustrie nachhaltig verändern, um die negativen Auswirkungen des Sektors zu reduzieren“, so Franziska Buche von der Adidas AG. Sie erläuterte in Ihrem Vortrag die Haupthindernisse aber auch die Möglichkeiten für die Einführung nachhaltiger Holzfaser-Materialien in der Branche.  

Dipl. Ing. (FH) Kai Nebel von der TEXOVERSUM Fakultät Textil der Hochschule Reutlingen, veranschaulichte in seinem beindruckenden Vortrag die Mythen und Fakten vom langen Weg hin zur Kreislaufwirtschaft. „Immer wenn wir in die Natur eingreifen, wissen wir nie, was wir damit auslösen“, so Nebel in seiner kritischen Betrachtung zum derzeitigen Ressourcenverbrauch. Er forderte u.a. ein (Um)denken aller Akteure der Wertschöpfungskette und forderte dabei: „Unternehmen sollen nachhaltiger produzieren und handeln, damit wir alle auch nachhaltiger konsumieren können“.

Ein weiterer Höhepunkt des ersten Tages war die inspirierende Keynote „Das große Umstyling“ der Klimajournalistin Louisa Schneider. Sie rief zu einem grundlegenden Wandel in der Textilindustrie auf, welcher zukünftig nicht nur die ökologische, sondern auch die soziale Gerechtigkeit verstärkt in den Fokus rücken sollte. Schneider verdeutlichte in Ihrem Vortrag, dass die Textilindustrie das Potenzial hat, echte Veränderungen herbeizuführen. Sie bezeichnete es als „Umstyling im Sinne von Umdenken, welches gleichzeitig eine Verringerung des Konsums, die Erhöhung der Nutzungsintensität sowie mehr Aufklärung, Information und Transparenz beinhalten sollte“.

Nach der feierlichen Verabschiedung des TLH Vorstandsvorsitzenden Ludwig Lehner startete das Abendprogramm mit Dr. Rolf Moors vom TLH zum Thema „WDBSD TX – die nächste Generation textiler Innovationen“. Die anschließende Modeschau zeigte eindrucksvoll, wie Textilfasern aus Buchenholz die Textilbranche revolutionieren könnten. 

Die Eröffnungsrede am zweiten Tag der Veranstaltung hielt Minister Peter Hauk MdL, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. „Wir müssen die Holz-Ressourcen und Potentiale, die wir haben, auch nutzen“, so Hauk in seinem Appell für eine nachhaltige Waldwirtschaft. „Wir brauchen mutige Akteure mit aktiven und intelligenten Lösungen, denn es ist faszinierend, was sich aus Laubhölzern alles machen lässt“, so Hauk weiter.

Erna Nawrath vom TLH unterstrich diese Aussagen in ihrem folgenden Vortrag zum Thema „Die Transformation von Buchenzellenstoff zum Kohlenfaserstoff“, wo den Teilnehmer*innen die Vorteile und Potentiale von Cellulose basierten Carbonfasern aufgezeigt wurden. Dietmar Dieterle von der M&A Dieterle GmbH präsentierte im Anschluss Maschinen und Prozesse, von der Faseraufbereitung und Imprägnierung bis hin zum fertigen Bauteil.

Der Veranstaltungs-Nachmittag war geprägt von insgesamt 17 Fachvorträgen, u.a. zu den Themen „Textile Architektur“, „Oberflächenbehandlung von Textilien“ sowie „Zukunft Laubholz – Altes Wissen, moderne Anwendungen“.

proHolzBW war bei den Laubholztagen 2024 als Ansprechpartner vor Ort vertreten, um mit den Teilnehmer*innen über die Netzwerke im Bereich Forst und Holz sowie die Förderung der Holzverwendung in Baden-Württemberg zu kommunizieren.

(Bilder: proHolzBW)

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